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Presseberichte

Stetten im Remstal, dem Süden so nah ZVW, vom 30.05.2005 Tausende Besucher beim Kulinarischen Weinweg mit zehn Wengertern und fünf Gastronomen Von unserem Redaktionsmitglied Andreas KölblKernen-Stetten. Es gibt Menschen, die nehmen die Autobahn, wenn es sie in den Süden zieht. Zu Fuß und viel gemütlicher reist der Mensch jedoch auf dem Kulinarischen Weinweg. Der scheint von Stetten geradewegs nach Italien zu führen und bleibt doch immer daheim im Remstal. Frei nach dem Motto: Der (Wein-)weg ist das Ziel. Toskana, Sizilien, Korsika - wer am Wochenende das Ambiente beim zweiten Kulinarischen Weinweg zu umschreiben versuchte, verfiel zwingend auf den Süden. Kein Wunder bei dieser Sonne, bei diesem Reben-Panorama. Roland Sperr und Erich Reichle vom Gesangverein Frohsinn aber bemühen erst gar keinen Vergleich, sondern zählen auf, was sie Viertele schlotzend von der Y-Burg aus sehen: „Dr Kappelberg, dr Korber Kopf, dr Söhraberg - des isch a Aussicht, do brauchsch koin Urlaub meh’.“ Mit einer Truppe von Sängern, alle in blaue „Frohsinn“-Hemden gewandet, haben sich die beiden Musikanten zur Ruine aufgemacht, um es sich und den anderen Gästen gut gehen zu lassen bei pikanter Sülze, Wurstsalat, Rehragout und Wein. Und natürlich bei stimmgewaltigem Männergesang. Neben Seemannsstücken und Melodien aus Mexiko mit im Repertoire: ein Loblied auf die Viertele vom Remstal-Wein. „Und sollt’ er aus Stetten sein, so trinken wir noch eins.“ Weißwein und Rosé gehen besonders gut an den fünf über die Weinberge verteilten Stationen, das versteht sich bei diesen Temperaturen fast von selbst. Das kommt den zehn beteiligten Wengertern zupass - Stetten gilt ja als Weißwein-Flecken. Laut Beobachtung von Dieter Konzmannn, Chef des gleichnamigen Weinguts, hat mittlerweile sowieso die „Trendwende“ zurück zum Weißen begonnen. Das lässt hoffen, während die Strom-Aggregate auf Hochtouren laufen, um das edle Getränk schön kühl zu halten. „Tagsüber eher verhalten“, sagt Wengerter Matthias Kurrle, war der Besuch an diesen drei Weinweg-Tagen. Abends dafür umso besser: „Da geht’s lange, an manchen Ständen sogar sehr, sehr lange.“ Ihm ist’s lieber zu heiß als zu kalt, wie bei der Premiere des Kulinarischen Weinwegs vor einem Jahr. Da standen Kurrle, das Weingut Herzog von Württemberg und das Team vom Gasthaus Lamm im Schatten der Burg ungünstig am kältesten Fleck. „Dieses Jahr ist das vielleicht der beste Platz“, wähnt Kurrle nun, weil sich die Gäste schon am Nachmittag in den Schatten flüchten können. Konzmann, ein paar Schritt weiter - und deutlich sonniger - an Nummer vier stationiert, hat ebenfalls keinen Grund zur Klage: „Bis um halb zwölf kann man problemlos in der kurzen Hose draußen sitzen.“ Zehn Wengerter und fünf Gastwirte mischen mit. Und deren Stimmungslage am Wochenende hieß: „Nächstes Jahr wieder.“ „Sensationell“ finden den Kulinarischen Weinweg denn auch Else und Karl Hehr aus Gäste-Sicht. „Toll, wie sich das Personal bemüht und freundlich ist - es gibt keine Kritikpunkte.“ Die beiden müssen’s wissen. Mit Freunden aus Stuttgart, die sich fürs Fest bei Hehrs in Stetten einquartiert haben, klappern sie alle Stationen ab. Eine der Bekannten hält am Abend den Foto- Apparat bereit, für den Sonnenuntergang. „Hoffentlich wird er so schön wie gestern. Da hab’ ich gedacht, so herrlich ist er sonst nur am Meer.“